
Südöstliches Waldland (Southeast Woodlands)
Dieses Gebiet zwischen den Appalachen
und den Everglades beinhaltet sowohl flache Küstenebenen,
wie auch hügeliges Vorgebirge und sogar
Gegenden mit Mittelgebirgscharakter.
Es war durch große indianische Nationen
wie den so genannten fünf zivilisierten Stämmen,
den Cherokee, Muskogee, Seminolen,
Choctaw und Chickasaw bewohnt.
Ein weiterer bekannter Stamm war derjenige der Natchez.

Außer den Calusa waren alle hier lebenden Ethnien
Bodenbauern und Jäger. Die Calusa ernährten sich durch Sammeln
und durch den Fischfang. Im Sommer lebten die Indianer
des Südöstlichen Waldlandes in leichten, rechteckigen Sommerhäusern.
Im Winter bezogen sie runde, festere Häuser.
Der Begriff der fünf zivilisierten Stämme lässt sich einerseits
durch ihre hoch entwickelte Handwerkskunst
und andererseits durch komplexe Gesellschaftssysteme erklären.
Dabei handelte es sich meist um matrilineare Sippen,
die in totemistische Klane oder Lokalgruppen organisiert waren.
Wichtige kulturelle Elemente waren somit der Totemismus
und zum Teil auch der Dualismus.
Einige Stämme unterteilten ihre Gesellschaft in zwei Hälften,
den so genannten Moieties.
Geführt wurden die Stämme durch sakrale Häuptlinge,
die ihr Amt mit dem Priesteramt kombinierten.
Ein weiterer Grund für den Begriff der fünf zivilisierten Stämme
ist der Glaube an eine Gottheit, den Monotheismus.
Im Gegensatz zu den anderen indianischen Stämmen
glaubten sie nicht an Naturgeister.
~Whitewolfe~