
Der Südwesten (Southwest)
Der Südwesten ist eine Trockensteppe, die im Wesentlichen die heutigen US-Bundesstaaten Arizona und New Mexico sowie den Nordwesten Mexikos umfasst. Hier war ein breites Spektrum unterschiedlichster Kulturen zu finden. Zum einen gab es halbnomadische Sammler und Jäger, zum anderen hoch entwickelte sesshafte Bodenbauern. Bedeutende Stämme waren die Diné, Hopi, Zuni sowie die Apachen.
Der Bodenbau war nur dank einem ausgeklügelten Wassersystem möglich. Nebst den üblichen indianischen Produkten wie Mais, Bohnen und Kürbisse pflanzten die Indianer im Südwesten auch Baumwolle an. Ein spezielles Erzeugnis der unter Pueblo zusammengefassten sesshaften Kulturen wie die Hopi und Zuni waren die Töpfereiwaren. Die Pueblo lebten in festen aus Adobe-Ziegeln gefertigten kastenförmigen Dörfern, die im Laufe der Zeit immer größer wurden.

(Wickiup der Apachen)
Die Wildbeuter bewohnten zum Teil einfache Windschirme. Andere lebten in Hogans (beispielsweise die Diné, auch Navajos genannt), die achteckig und kuppelförmig gebaut waren oder in Wickiups (Apachen). Die Wildbeuter waren in Lokalgruppen organisiert, sie kannten aber auch Klanverbände. Bei ihnen herrschte eine ausgeprägte Ritualarmut, ganz im Gegensatz zu den Pueblo-Völkern die einen komplexen Zeremonialismus betrieben.
Die Zeit vor dem Ende des 15. Jahrhunderts scheint eine Zeit wesentlicher Veränderungen gewesen zu sein. So verschwanden bedeutende Kulturen, wie diejenige der Anasazi aus noch immer nicht geklärten Gründen. Sie hinterließen eindrucksvolle Siedlungen, die sich heute als touristische Attraktionen großer Beliebtheit erfreuen.
Auffällig sind die großen Wanderbewegungen einiger hier beheimateter Völker. Die Diné zum Beispiel waren von einem Gebiet im Nordwesten des heutigen Kanadas bis hinunter in diesen südwestlichen Teil der USA gereist.
~Whitewolfe~