
Das Plateau
Die bedeutendsten der den hier vertretenen Sprachfamilien
Binnen-Salish, Kutenai und Sahaptin angehörenden Ethnien
waren die Thompson, Flathead, Coeur d'Alene, Umatilla,
Yakama, Shuswap, Nez Percé, Kutenai und Modoc.
Hohe Berge und tiefe Täler prägen dieses Gebiet.
Die westlichen, an die Westküste anknüpfenden Teile
des Landes, sind recht tief gelegen.
Die im Osten befindlichen Rocky Mountains lassen das Land
bis auf über 3000 Meter über Meer ansteigen.

(Chief Joseph,
bekanntester Nez Perce Häuptling)
Der Wasserreichtum bestimmte das Leben der hier ansässigen,
meist sesshaften, Indianer. So stand der Fischfang,
besonders von Lachsen, im Zentrum der Nahrungsbeschaffung.
Ergänzt wurden die Mahlzeiten durch Wildwurzeln, Beeren und Jagdwild.
Bedingt durch den extensiven Fischfang entwickelten
die Plateau-Ethnien eine komplexe Fischfang-Technologie.
Jedes Dorf hatte seinen Häuptling.
Während des Lachsfischens wurde die Verantwortung jedoch einem
so genannten Lachs-Häuptling übertragen.
Ein weiteres wesentliches Merkmal dieses Kulturareals
war der rege Handel mit benachbarten Ethnien.
Die Behausungen dieses Kulturareals waren vielfältig.
Sie reichten von Erdhäusern über Hütten aus Holzplanken bis zu Tipis,
die mit Weidenmatten oder Rinden oder Tierfellen bedeckt waren.
Teilweise wohnten die Plateau-Indianer im Sommer
in leichten Wickiups und im Winter in festeren Hütten.
~Whitewolfe~