
Nordöstliches Waldland (Northeast Woodland)
Riesige Laub- und Mischwälder prägen das
durch den Sankt Lorenz-Strom im Norden,
den Cumberland River im Süden,
den Mississippi River im Westen
und den Atlantik im Osten begrenzte Nordöstliche Waldland.
Bewohnt war dieses Gebiet durch Gruppen der Algonkin,
wie den Abenaki, Anishinabe (Ojibway und Chippewa),
Shawnee, Beothuk, Powhatan, Wyandot, Menominee
und den Sauk und Fox sowie durch die Föderation der Irokesen.
Die Indianer des Nordöstlichen Waldlandes ernährten sich
in der Hauptsache durch Erzeugnisse des Bodenanbaus,
vor allem Mais, Bohnen und Kürbisse.
Entlang der Küste trat Fischfang und Jagd in Erscheinung.
In den westlichen Gegenden war die Ernte
des Wildreises von großer Bedeutung.
Eine Besonderheit des Nördlichen Waldlandes
war die Nutzung des Ahornzuckers.
Der Bodenanbau suggeriert einen individuellen Landbesitz;
dem war nicht so. Das Land stand für die Zeit
der Bebauung bestimmten Familien zur Verfügung,
kannte aber keinen Besitzer. Die Felder werden regelmäßig verlegt,
um bessere Ernteerträge zu erzielen.

(Irokesen)
Die bevorzugten Behausungen waren entweder Langhäuser
oder kuppelförmige Wigwams. Die Jäger und Sammler,
die nur wenig Bodenanbau betrieben,
waren in Lokalgruppen organisiert.
Die sesshaften Bodenbauern kannten komplexere
Verwandtschaftsstrukturen mit erblichem Häuptlingstum.
Bei den Irokesen bildeten mehrere Kernfamilien exogame Matrilineage,
die identisch mit dem Langhaus waren,
in dem somit etwa 20-200 Personen lebten.
Die Besonderheit der Irokesen bestand darin,
dass es sich dabei um einen Zusammenschluss von fünf Stämmen,
den Seneca, Cayuga, Onondaga, Oneida und Mohawk handelte,
mit dem hauptsächlichen Zweck der gemeinsamen Verteidigung.
Der Glauben innerhalb dieses Kulturareals variierte stark.
Die halbsesshaften Gruppen der Algonkin glaubten an Tiergeister,
wohingegen die sesshaften Bauern, insbesondere die Irokesen,
nebst den Geistern ein großes Götterpantheon kannten.
~Whitewolfe~